Die maritimen Zeichnungen - Maritime Malerei Dietmar Borchert

Direkt zum Seiteninhalt

Die maritimen Zeichnungen

Zu den Zeichnungen:

Angeregt durch die Seitenrisse von Kriegsschiffen, die ich in den 1960er Jahren in einem Jahrgangsband von Weyers Flottentaschenbuch fand, begann ich mit dem möglichst präzisen Zeichnen, zunächst von Kriegsschiffen und später fast ausschließlich Passagierdampfern. Bald wurde der Maßstab 1:1000 die verbindende Grundlage, auf der in den folgenden Jahrzehnten um die 500 Seitenrisse entstanden. Im Laufe der Zeit nutzten verschiedene Buchautoren ausgewählte Risse als Illustrationen für ihre Bücher, allen voran Arnold Kludas in Grünendeich. In seinem Buch über das „Blaue Band des Nordatlantiks“ verwendete er allein 36 Zeichnungen für die Darstellung aller Gewinner dieser Geschwindigkeits-Trophäe. In der Folgezeit fanden sich in weiteren Kludas-Bänden eine Anzahl Seitenrisse in verschiedenen Maßstäben. Auch Nils Schwerdtner aus Norderstedt machte guten Gebrauch der mittlerweile umfangreichen Sammlung für mehrere seiner Werke. Der niederländische Autor und Künstler Arne Zuidhoek brachte in verschiedenen Büchern eine Anzahl meiner Zeichnungen holländischer Dampfer unter, sowie Gordon Turner in Toronto in einer Monographie und die World Ship Society in England über die Hamburger Reederei Hamburg-Süd. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ließ um 1985 eine Serie von Schlachtschiffs-Zeichnungen drucken und verschenkte sie an prominente internationale Besucher.
Speziell manche Aufträge für Buch-Illustrationen führten gelegentlich zur Abkehr vom bewährten Maßstab und hin zu größeren Abmessungen. Das ermöglichte eine bessere Detailgenauigkeit und erleichterte den Umgang mit Farben – zunächst mit Plaka-Farben und später mit Gouache oder Tempera.
Vor Beginn der Arbeiten waren immer Recherchen zum jeweiligen Objekt erforderlich zugunsten der Genauigkeit und Vermeidung von Fehlern. Dies führte zur Beschäftigung mit den Schicksalen der einzelnen Schiffe, ihrer manchmal fünfzig Jahre und mehr umspannenden Lebenszeit, oder, wie in einem Fall, dem Untergang gleich nach dem Stapellauf mit anschließender Verschrottung.
Die Schifffahrt bietet viele interessante Lebensläufe, sowohl von kleinsten, unscheinbaren Schlickrutschern bis zu den größten und spektakulärsten Ozeanriesen, irgendwie vergleichbar mit menschlichen Schicksalen. Bis auf die gelegentliche Überarbeitung noch nicht ganz fertig gestellter 1:1000er Risse wird diese Sammlung nicht mehr erweitert werden. Für die Rubrik der „diversen Maßstäbe“ sind aber noch Ergänzungen geplant, die nach Fertigstellung hier erscheinen sollen. Es werden hier bei weitem nicht alle Zeichnungen gezeigt werden, da von vielen nur schlechte schwarz-weiß-Scans vorhanden sind und andere durch den Zahn der Zeit zu unansehnlich geworden sind.

Zeichnungen Maßstab 1:1000
Made with WebSite X5 by Björn Radke
Zurück zum Seiteninhalt